Drenchen von Kühen: Sinnvoll und vielseitig
Durch das Drenchen wird den Tieren in erster Linie Flüssigkeit zugeführt, um einer Austrocknung entgegenzuwirken. Dabei wird mit einem Schlauch und einer Schlundsonde Flüssigkeit in den Pansen gepumpt. Grundsätzlich bietet sich diese Maßnahme bei allen Kühen an, die von Austrocknung bedroht sind. Hierfür gibt es verschiedene Anzeichen:
- Rückgang der Milchleistung
- kalte Ohren
- eingesunkenen Augen
- verzögerter Hautfalten-Test
Häufig sind kranke und frisch-laktierende Kühe betroffen. Bei Letzteren bietet sich das Drenchen auch als vorbeugende Maßnahme an, um die geringe Futteraufnahme rund um die Geburt durch die zugeführte Wassermenge kurzfristig auszugleichen. Hierdurch reduziert sich das Risiko einer Labmagenverlagerung und die Kuh wird fitter und zum Fressen animiert. Diese Futteraufnahme ist wiederum wichtig, um einem Energie- und Phosphormangel vorzubeugen. Phosphor ist schließlich für eine reibungslose Pansenfunktion entscheidend. Somit wirkt sich das Drenchen in vielerlei Hinsicht positiv auf die Kuh aus.
Aber auch Kühe, die sich von einem Eingriff erholen oder unter Durchfall oder anderen Krankheiten leiden, profitieren von der Flüssigkeitszufuhr. So wurden bereits positive Effekte bei Euterentzündungen festgestellt, denn die zügige Ausschwemmung der schädlichen Toxine begünstigt eine schnellere Genesung. Außerdem können diese Effekte durch den Zusatz weiterer aktiver Inhaltsstoffe verstärkt werden. Energie, Vitamine oder Mengen- und Spurenelemente sind hier besonders wertvolle Bestandteile von Ergänzungsfuttermitteln. Darüber hinaus kann Drenchen genutzt werden, um Medikamente wie Wurmkuren zu verabreichen.
Vorteile des Drenchen für das Tier
- Pansenstimulation↑
- Futteraufnahme↑
- Risiko Labmagenverlagerung ↓
- Abgang Nachgeburt↑
- Wohlbefinden der Kuh ↑
Vorteile des Drenchen für den Betrieb
- Effiziente Einzeltierbehandlung
- Kontrolle über aufgenommene Menge
- Gute Verträglichkeit
- Trainingseffekt bei Kühen
Drenchen – eine Anleitung
Damit das Drenchen sicher gelingt, sollten die folgenden Schritte genau eingehalten werden.
- Tank mit lauwarmen Wasser befüllen. Die Aufnahme von 40-60 Litern hat sich bewährt.
- Zusätze beimengen
- Fixierung der Kuh, Kopf nicht hochgebunden
- Schlundsonde einführen, dann mit Nasenklemme befestigen
- Schlauch einführen und befestigen
- Prüfen, ob der Schlauch gut Hals sitzt
- Geruchskontrolle
- Schlauch mit Tank verbinden, dann Pumpe starten
- Schlauch beim Entfernen hochhalten
Es wird empfohlen das Drenchen zu Überwachen. Die Geruchskontrolle dient dazu, den korrekten Sitz der Sonde im Pansen zu überprüfen. Kommt es zu einem Würgereiz, muss die Verabreichung unterbrochen werden und der Sitz der Sonde nochmals überprüft bzw. nachgebessert werden. Während des Pumpens sollte die Kuh auf dem Schlauch/der Sonde kauen.
Beim Entfernen des Drenchbestecks muss der Schlauch hochgehalten werden, da so ein Rücklauf von Wasser in die Lungevermieden wird. Nach dem Drenchen den Schlauch und die Schlundsonde korrekt entfernen und das Drenchbesteck sowie den Tank reinigen und desinfizieren.
Zur Veranschaulichung finden Sie hier ein Video, indem unsere Drench It Elekropumpe zum Einsatz kommt.
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